Italien droht aufgrund von Millionen an Schutzmasken, Handschuhen und Desinfektionsmittel-Flaschen im Müll unterzugehen. Um das achtlose Wegwerfen von Masken und Co. einzudämmen, hat die Hauptstadt Rom jetzt eine Strafe von 500 Euro eingeführt.

Zahlen müssen diejenigen, die Schutzmasken und Handschuhe auf die Straße werfen.

Rom: 500-Euro-Strafe für Wegwerfen von Schutzmasken

In Italien, das besonders schwer von der Corona-Pandemie getroffen wurde, herrscht momentan ein Chaos rund um weggeworfene Schutzmasken und Handschuhe. Um das Land nicht noch mehr zu verunreinigen, greift Italiens Hauptstadt Rom jetzt hart durch.

Denn jeder, der seine Schutzmaske oder Handschuhe einfach achtlos auf die Straße wirft, muss 500 Euro Strafe zahlen. Das kündigte die römische Bürgermeisterin Virginia Raggi an. Zuvor klagte die örtliche Müllentsorgungsgesellschaft darüber, dass immer mehr Menschen das Schutzmaterial einfach auf den Boden werfen. “Dieses Verhalten muss bestraft werden“, erklärte die Bürgermeisterin.

Zusätzliche Müll-Belastung für Italien

Schon seit Jahren kämpft Italien mit einer Masse an Plastikmüll, die für die Entsorgungsgesellschaften nur schwer zu bewältigen ist. Das weggeworfene Schutzmaterial in der Coronakrise sorgt für eine zusätzliche Belastung. Zudem fürchtet der Umweltschutzverband WWF, dass mindestens zehn Millionen Stück an Schutzmasken im Meer oder Flüssen landen könnten. Damit kommt es vor allem zu einer Bedrohung für Fische und Schildkröten.

Angst vor sozialen Revolten

Die italienische Regierung befürchtet unterdessen, dass es im Land bald zu sozialen Revolten aufgrund der Coronakrise kommen könnten. Denn laut Innenminister Luciana Lamorgese, müssen die Bürger so schnell wie möglich die Stützungsmaßnahmen erhalten, sonst könnte es zu Ausschreitungen kommen. Zudem plant die Regierung 60.000 Freiwillige zu engagieren, die dafür sorgen, dass die Abstandsregeln auch nach einer Lockerung der Corona-Maßnahmen eingehalten werden.