J.K. Rowling sorgte in jüngster Vergangenheit mit transfeindlichen Aussagen immer wieder für Aufsehen. Auf Twitter erzählt sie jetzt, dass Aktivisten ihre Adresse veröffentlicht hätten.

Rowling schildert, dass ein Foto von ihrem Haus inklusive Adresse in den Sozialen Medien kursiere.

J.K. Rowling „Aktivisten-Schauspieler“ posieren vor ihrem Haus

„Letzten Freitag wurde die Adresse meiner Familie von drei Aktivisten-Schauspielern auf Twitter gepostet, die sich vor unserem Haus fotografierten und sich so positionierten, dass unsere Adresse sichtbar war“, schreibt die Autorin J.K. Rowling in einem Twitter-Thread. Zwar hätten viele ihrer Fans dabei geholfen, das Foto bei Twitter zu melden und die Polizei sei bereits involviert, Rowling bittet jedoch darum, das Foto nicht mehr zu teilen.

Sie markiert die Menschen, die vor ihrem Haus standen direkt auf Twitter und betont: „Ich nehme an, dass sie dachten, dass sie mich einschüchtern würden, damit ich mich nicht für die Rechte von Frauen aufgrund ihres Geschlechts einsetze. Sie hätten über die Tatsache nachdenken sollen, dass ich inzwischen so viele Morddrohungen erhalten habe, dass ich das Haus damit tapezieren könnte, und ich habe nicht aufgehört, mich zu äußern.“

Morddrohungen wegen transfeindlichen Aussagen

Aber warum bekommt die „Harry Potter“-Macherin derartig viele Morddrohungen? Das Foto vor Rowlings Haus gibt darauf eine Antwort. Denn die Aktivisten halten Schilder, auf denen die Slogans „Trans-Befreiung jetzt“ und „Trans-Rechte sind Menschenrechte“ stehen. Ein Thema, das Rowling in der Vergangenheit immer wieder kritisch sah.

Im Juni 2020 sorgte Rowling etwa mit einigen transfeindlichen Tweets international für Aufsehen. „Wenn Sex nicht real ist, gibt es keine gleichgeschlechtliche Anziehung. Wenn Sex nicht real ist, wird die gelebte Realität von Frauen auf der ganzen Welt ausgelöscht“, schrieb sie. „Es ist kein Hass, die Wahrheit zu sagen“, so Rowling weiter.

Viele sahen in Rowlings Tweets jedoch durchaus Hass und eine gewisse Transphobie und kritisierten Rowling daraufhin stark. Selbst einige „Harry Potter“-Stars wie Emma Watson, Daniel Radcliffe und Eddie Redmayne bezogen öffentlich Stellung gegen Rowling.

Seitdem bekommt die Autorin immer wieder Morddrohungen und diverse Anfeindungen online, wie sie auch in dem jetzigen Tweet betont. Ihre Einstellungen will sie allerdings nicht revidieren und beharrt auf ihrer Meinung zu dem Thema.

„Vielleicht – und das sage ich jetzt einfach mal so – ist der beste Weg, um zu beweisen, dass Ihre Bewegung keine Bedrohung für Frauen ist, wenn Sie aufhören, uns zu stalken, zu belästigen und zu bedrohen„, schreibt Rowling abschließend auf Twitter.